Family Five (auch Family *5) wurde als deutschsprachige Band von Xao Seffcheque (Die Post, Die Pest, Der Rest, O.R.A.V.) und
Peter Hein (Charley’s Girls, Mittagspause,
Fehlfarben) 1981 in Düsseldorf als „Soul-Punk“-Gruppe gegründet.
Ursprünglich nur als ironischer Verweis auf eine aktuelle Musikmode (Funk, Salsa) gedacht, veröffentlichte das Label Schallmauer Ende 1981 eine 12" mit dem Titel „Bring deinen Körper auf die Party“. Im Frühling darauf sollte die Band, die es noch gar nicht wirklich gab, auf einem Festival in München auftreten. Folglich rekrutierten Seffcheque und Hein Rainer Mackenthun (Schlagzeug), Andreas Brüning (Saxofon), Markus Wienstroer und Esther Nöcker. Nach dem Auftritt beschlossen sie in dieser Formation weiterzumachen. Ein Plattenvertrag mit Teldec folgte. Ab 1984 wurde dann auf Indie-Labels veröffentlicht.
Die Gruppe brachte am Anfang ausschließlich Singles heraus, auf denen sich mit Titeln wie „Der lange Weg nach Derendorf“ oder „Japaner in Düsseldorf“ auch Coverversionen von Heins erster Band Mittagspause befanden.
1985 erschien mit „Resistance“ das erste reguläre Album der Gruppe. Musikalisch bot die Gruppe eine Mischung aus Punk, Pop, 60s Beat und Soul. Hier spielten bereits Markus Türk (Trompete), Gerald Leyking (Trompete) und Axel Schulz (Saxofon), der spätere Manager des Berliner Trios
Die Ärzte mit. Einige Kritiker bezeichnen die Platte inzwischen als "die bessere Monarchie und Alltag" ("Intro", "SZ").
1987 gab es schließlich mit Hein, Seffcheque, Mackenthun, Cpt. Nuss (Bass/Ex-KFC), Markus Türk (Trompete) sowie Hatti Graeber (Saxophon) eine relativ stabile Besetzung, die während der nächsten Jahre anhielt.
1991 löste Seffcheque die Gruppe auf, nachdem Hein das Angebot erhalten hatte, bei einer Wiedervereinigung der
Fehlfarben mitwirken zu können. 1994 kehrten die
Family 5 für einige Reunionkonzerte wieder zurück. 1997 gab es mit der Single „Vor Vor Fortuna“ sogar ein neues Lebenszeichen der Band.
2002/03 wurden fast das komplette Studio-Œuvre sowie das Livealbum "Unsere Leichen leben noch!" auf mehreren CDs durch das Wuppertaler Indie-Label PAUL! wieder veröffentlicht. Zudem erschien das Tribut-Album "Die Zeit ist reif für Family Five", auf dem u.a.
Farin Urlaub, Subterfuge und Die Boxhamsters, aber auch Musiker aus Österreich, Frankreich, Rumänien und Peru Family-5-Songs covern.
Die Band tritt mit Unterbrechungen (1991 - 1994 und 1997 - 2002) immer wieder auf (D, A, CH, I); die FAZ schrieb von Family Five als der „besten Liveband Deutschlands“.
Allerdings dauerte es bis 2004, bevor die Gruppe (ohne Rainer Mackenthun, der zwischenzeitlich verstarb, André Hasselmann folgte ihm als Schlagzeuger) mit „Wege zum Ruhm“ ein neues Album herausbrachte. Auf diesem machte sich Hein unter anderem über den kommerziellen Erfolg der
Toten Hosen lustig und bot unter anderem auch Coverversionen von
S.Y.P.H. und dem KFC.